Bundestagsabgeordnete befürwortet längere Zahlung von Arbeitslosengeld I

Veröffentlicht am 11.10.2007 in MdB und MdL

Humme: Korrekturen bei Arbeitsmarkt-Reformen notwendig

Christel Humme, SPD-Bundestagsabgeordnete für den nördlichen EN-Kreis, unterstützt die Weiterentwicklung der Arbeitsmarktreform. „Ältere Arbeitnehmer sollen entsprechend ihrer längeren Arbeitsleistung auch länger Arbeitslosengeld I beziehen können. Denn trotz positiver Entwicklungen am Arbeitsmarkt sind sie weiterhin stärker von Arbeitslosigkeit betroffen“, erläutert die Politikerin.

Eine Rückkehr zur Praxis der Frühverrentung durch die Verlängerung des Alg I-Bezuges schließt Humme aus. Dagegen spreche der derzeitige Facharbeitermangel sowie die vorgenommene Anhebung des Rentenalters. „Unser Hauptziel bleibt es, die Beschäftigungsquote älterer Menschen weiter zu erhöhen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Dem steht die geplante Verlängerung des Alg I-Bezuges aber nicht im Wege“, betont Humme.

Die Maßnahmen der Bundesinitiative 50 plus und weitere Projekte zur Integration schwer vermittelbarer Menschen in das Berufsleben wiesen in die richtige Richtung, auch in Ennepe-Ruhr. Trotz der strukturell schwierigen Lage im Kreis sei es seit Anfang 2006 gelungen, 360 Langzeitarbeitslose über 50 Jahre in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Damit übertraf die Jobagentur EN ihr eigenes Ziel fast um das Doppelte. Im Vergleich zum Vorjahr zählte die Bundesagentur für Arbeit im September fast 19 Prozent weniger Arbeitslose über 50.

Bundesweit konnten im gleichen Zeitraum über 20.000 ältere Langzeitarbeitslose eine neue Arbeit aufnehmen. „Trotzdem kommt das Umdenken zugunsten älterer Beschäftigter in einigen Betrieben nur langsam voran“, so Christel Humme. „Das macht es notwendig, unsere konsequente Beschäftigungspolitik für Ältere mit einer ausreichenden sozialen Sicherung zu verbinden.“

Die SPD plant die Anhebung der Bezugszeiten für Alg I von zwölf auf 15 Monate für Arbeitnehmer zwischen 45 und 50 Jahren. Ältere Arbeitnehmer sollen bis zu 24 Monaten Alg I erhalten. Finanziert werden soll dies durch eine geringer ausfallende Absenkung des Arbeitslosenbeitrages. „Im Interesse der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist das vertretbar“, urteilt Humme.

 

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