Christel Humme fordert: „Frauen verdienen mehr!“

Veröffentlicht am 07.03.2007 in Frauenpolitik

Auch im EN-Kreis: Gleichstellung immer noch unerreichtes Ziel

Mehr Herz-Chirurginnen, Software-Entwicklerinnen, Betriebsleiterinnen wünscht sich die Bundestagsabgeordnete Christel Humme anlässlich des Internationalen Frauentages. In leitenden Positionen sind Frauen weiter selten, obwohl sie auch im Ennepe-Ruhr-Kreis seit Jahren die besseren Schulabschlüsse erreichen. Für die Wittener SPD-Politikerin bedeutet das: „Auch in unserem Kreis bleibt für die Gleichstellung von Mann und Frau noch viel zu tun!“

Oftmals bereits seit vielen Jahren machen in den Städten des nördlichen EN-Kreises mehr Frauen als Männer Abitur. Im Berufsleben spiegelt sich das nicht wider. Obwohl es im Ennepe-Ruhr-Kreis sogar mehr erwerbsfähige Frauen als Männer gibt, wurde 2005 nur jeder dritte Vollzeitjob weiblich besetzt. Traurige Spitze sind die Frauen dagegen bei der Teilzeitarbeit: Hier belegten sie 17 von 20 Stellen.

Für Christel Humme, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, gibt es dafür klare Gründe: „So bald sich ein junges Paar für Kinder entscheidet, muss ein Elternteil zu Hause bleiben. Weiterhin sind das die Mütter – trotz ihrer besseren Bildung.“ Für die Entscheidung gebe es nicht zuletzt finanzielle Gründe.

Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, erhielten Frauen 2006 durchschnittlich 20 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen, unter anderem, weil sie viel seltener in leitenden Positionen vertreten sind. „Angesichts der guten Qualifikationen von Frauen ist das schlicht und einfach ein Skandal“, findet Humme und fordert: „Frauen verdienen mehr – mehr beruflichen Aufstieg und mehr Geld!“

Voraussetzung für mehr Gerechtigkeit sei jedoch ein flächendeckendes Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren, das zeigten auch die Zahlen aus dem EN-Kreis. „Zu einem massiven Ausbau der Krippenplätze gibt es keine Alternative“, so Christel Humme. Für Frauen ebenso wichtig sei der von der SPD geforderte Mindestlohn, denn: Fast drei Viertel der Geringverdienenden in Deutschland sind weiblich, berechnete jüngst das Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen.

Die Folge daraus: Arbeitnehmerinnen blieben von den Einkünften ihrer Partner abhängig. Den Frauen in ihrem Wahlkreis rät die Politikerin, weiterhin ihre beruflichen Chancen zu nutzen. „Denn Frauen verdienen mehr“, so Christel Humme.

 

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