Diskussion um künftige Verbraucherberatungsstellen

Veröffentlicht am 11.03.2014 in Kreistagsfraktion

 

SPD besichtigt  Standorte

 

Die Städte Wetter und Witten konkurrieren um die neue Beratungsstelle der Verbraucherzentrale. Die Entscheidung rückt näher, und sie fällt nicht leicht. Das zeigte eine Besichtigungstour der SPD-Kreistagsfraktion.

 

Fest steht: Die Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis finden demnächst in ihrer Nähe unabhängigen Rat in Verbraucherfragen. Noch im März entscheidet der Kreistag über die Errichtung der Verbraucherzentrale. Die Hauptstelle wird im nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreis angesiedelt. Hier stehen Gebäude in Wetter und Witten zur Auswahl. Für die Nebenstelle im Südkreis ist der Standort Ennepetal unumstritten.

 

Die Fraktion der SPD besichtigte die drei Standorte und ließ sich in Ennepetal, Wetter und Witten die Pläne und Bedingungen erläutern. „Papier ist geduldig“, sagte der Fraktionsvorsitzende Olaf Schade. „Wir wollen uns einen direkten Eindruck verschaffen und nicht nur nach Aktenlage entscheiden.“

 

Die Nebenstelle in Ennepetal soll im neu einzurichtenden Bürgerbüro entstehen. In den ehemaligen Räumen der Commerzbank im Stadtzentrum an der Voerder Straße plant die Stadt, bürgernahe Dienstleistungen wie das Einwohnermeldeamt unterzubringen. Dort zieht dann auch die Nebenstelle der Verbraucherberatung ein. Anke Velten-Franke vom Büro des Bürgermeisters und des Rates der Stadt Ennepetal erklärte den SPD-Politikern, darunter die Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer und Thomas Stotko, die Gegebenheiten: die zentrale Lage, die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, die Pläne zur Teilöffnung der Fußgängerzone, die Parkmöglichkeiten. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beurteilt das Gesamtkonzept als „eine sehr gute Lösung“.

 

Für die Hauptstelle im nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreis stehen zwei geeignete Standorte zur Wahl. In Wetter bietet die Sparkasse Räume in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof an. Es handelt sich um den Bereich, den sie zurzeit für ihre Immobilienberatung nutzt. Christian Becke, Vorstandsmitglied der Sparkasse Wetter, zeigte den SPD-Abgeordneten die Räumlichkeiten und warb für den Standort. „Aus der Vogelperspektive“, sagte er, sei Wetter von der Lage und Anbindung her nicht schlechter geeignet als Witten.

 

In Witten, der dritten Station der Bereisung, war die Phantasie der Sozialdemokraten gefragt. Hier soll die Verbraucherberatung in ein zurzeit ungenutztes und denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude ziehen, das zuvor von Grund auf saniert werden muss. Seine Pläne dafür stellte der Besitzer  Markus Bürger den Abgeordneten in der ehemaligen Güterhalle vor. Er legte ihnen Pläne vor, wie das Gebäude nach der Kernsanierung aussehen könnte und versicherte, es werde bis Ende des Jahres bezugsfertig sein.

 

Beide möglichen Standorte hat die Verbraucherberatung NRW positiv beurteilt und den Kreis um eine zügige Entscheidung gebeten. Die Beratungsstelle solle „noch in diesem Jahr eröffnet werden“.

 

Vor fast genau einem Jahr haben die Fraktionen von SPD und Grünen den entsprechenden Antrag im Kreistag gestellt, die „schnellstmögliche und kostengünstigste Einrichtung einer Beratungsstelle als unabhängige Anlaufstelle für Verbraucherinnen und Verbraucher“ zu prüfen. „Wir werden noch in diesem Monat entscheiden“, sagte SPD-Fraktionschef Olaf Schade zum Abschluss der Rundreise.

 

Mehr als eine Million Ratsuchende wenden sich jährlich an die zurzeit 57 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW. Sie informieren sich dort vor dem Kauf langlebiger Gebrauchsgüter etwa über Umweltschutzaspekte, sie lassen sich über ihre Rechte als Verbraucher, Fragen zu Versicherungen und Finanzen aufklären, etwa über Auswege aus der Schuldenfalle oder Probleme mit Krediten.

 

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