Eine Schule für Wetter ist das Ziel

Veröffentlicht am 03.04.2011 in Schule und Bildung

Informationsveranstaltung der SPD zur Gemeinschaftsschule

„Wir brauchen in Wetter ein pädagogisch qualitatives Schulangebot für alle Kinder“, sagte Bürgermeister Frank Hasenberg zur Eröffnung der Informationsveranstaltung.

Über 100 interessierte Mütter, Vater und Großeltern waren am Donnerstagabend im Stadtsaal der Einladung der EN-SPD, um sich über die geplante Gemeinschaftsschule in Wetter zu informieren. Der UB-Vorsitzende Dietmar Köster betonte zu Beginn, dass längeres gemeinsames Lernen zu mehr Chancengleichheit führt.

Unter dem Motto "Eine Schule für Wetter in Wetter" referierte Prof. Dr. Gabriele Bellenberg von der Ruhr-Uni über die aktuellen Erkenntnisse der Bildungsforschung im Hinblick auf neue pädagogische Ansätze, insbesondere natürlich das längere gemeinsame Lernen.

Ihr Fazit: "Integrativer Unterricht ist ein tragfähiges Zukunftsmodell, es vereint hohe Leistungsniveaus mit sozialer Ausgeglichenheit. Allerdings ist die Schulstruktur nicht die einzig relevante Größe für den Bildungserfolg; eine qualitativ hochwertige Umsetzung der Konzepte hat einen mindestens genauso großen Einfluss"

Welche Konzepte pädagogisch hochwertig zu diesem Erfolg führen können, erklärte anschließend Barbara van der Wielen. Als komm. Leiterin der Gemeinschaftsschule Billerbeck hat sie bereits all die Klippen umschifft, die es in Wetter noch zu nehmen gilt. Ihre Kernaussage: "Die Eltern wollen immer ganz konkret wissen, wie die Dinge laufen werden. Das gilt insbesondere für die Differenzierung innerhalb eines integrativen Schultyps. Mit dem Konzept der individualisierten Lernwege haben wir einen Weg beschritten, den ich nur weiterempfehlen kann".

Von diesen innovativen Ideen, die von klassischen Modellen der neigungs-spezifischen Fächerwahl über Konzepte für selbst organisiertes Lernen (SOL) bis hin zu einem Bildungsnetzwerk über die ganzen Stadt ("Wir haben überall die gleichen Kinder mit den gleichen Stärken und Schwächen; in der Schule, im Sportverein, bei der Jugendfeuerwehr."), ließen sich dann auch die anwesenden Eltern anstecken und diskutierten lebhaft mit den anwesenden Experten, die lokal durch Bürgermeister Frank Hasenberg und Schulausschussvorsitzende Rosi Wolf-Laberenz ergänzt wurden.

Auf große Zustimmung stieß dabei das Billerbecker Vorhaben, keine Hausaufgaben mehr zu erteilen. "Wenn die Kinder ohnehin bis vier in der Schule sind, dann sollen sie danach auch wirklich Freizeit haben. Außerdem stressen Hausaufgaben die Eltern gleich mit und ihr Beitrag zum Lernerfolg ist recht fragwürdig", so Barbara van der Wielen, die mit dieser Äußerung tosenden Applaus auslöste.

 

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