Hubertus Kramer führt die SPD Ennepe-Ruhr

Veröffentlicht am 06.09.2014 in Unterbezirk

Parteitag wählt Landtagsabgeordneten mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Dietmar Köster

Ein Jahr vor den Landrats- und Bürgermeisterwahlen hat die SPD im Ennepe-Ruhr-Kreis einen Führungswechsel vollzogen. Der Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer tritt als Unterbezirksvorsitzender die Nachfolge des Europaabgeordneten Dietmar Köster an. Der Parteitag wählte den 54-jährigen langjährigen Vorsitzenden der SPD Gevelsberg mit überwältigender Mehrheit von gut 87 Prozent der Stimmen ins Amt.
 
„Ich bin von Kopf bis Fuß Kommunalpolitiker“, hatte Kramer in seiner Vorstellung gesagt. Zugleich formulierte er erste Anforderungen und Perspektiven für die Zukunft der Parteiarbeit. Zu guter, sozialdemokratischer Kommunalpolitik gehöre die Heimat. Sie bedeute für die Menschen Zufriedenheit, Geborgenheit und Glück.

Dieses Thema war Gegenstand des Leitantrags, also inhaltlicher Schwerpunkt des Parteitags, das auch der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Jochen Ott aufgriff. Er warb für eine sozialdemokratische Stadtentwicklungspolitik, die den Blick auf das Quartier lenkt, das Viertel, in dem die Menschen leben, wohnen, arbeiten und folglich politische Gestaltung unmittelbar erfahren.
 
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag, Olaf Schade, begründete den Antrag mit Nachdruck. Gerechte Verhältnisse entstünden eben nicht von allein, sondern müssten von Sozialdemokraten mitgestaltet werden. Der demografische Wandel erfordere neue Antworten und Konzepte für alle Lebensbereiche. Die SPD stelle sich der Aufgabe, umfassende Lösungen zu entwickeln, die das Leben der Menschen verbessern werden.
 
Hubertus Kramer regte darüber hinaus konkrete Neuerungen an. Zur Stärkung des inneren Zusammenhalts soll etwa auf der Burg Blankenstein als historischem Ort ein regelmäßiges Treffen der Sozialdemokratie begründet werden. Eine vom Unterbezirk ins Leben gerufene Radsportgruppe diene der Verankerung und Erkennbarkeit der Partei im öffentlichen Leben.
 
Eindringlich wandte sich Dietmar Köster, der den Unterbezirk 14 Jahre lang geführt hatte, gegen eine Militarisierung der deutschen Politik. „Manchmal denkt man, die Welt spielt verrückt“, sagte er mit Blick auf die Ukraine, den Nahen Osten, Irak und Syrien, und betonte: „Militärische Interventionen sind keine geeigneten Mittel zur Lösung von Konflikten.“ Statt auf eine Ausweitung der NATO „sollten wir nach wie vor auf die Diplomatie setzen“, forderte Köster, der sich auch gegen Wirtschaftssanktionen aussprach. „Wir brauchen keinen neuen Ost-West-Konflikt.“ Er fügte hinzu: „Das zusätzliche Geld, das in die Rüstung geht, wird am Ende den Städten fehlen.“
 
Zu stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Delegierten im Haus Ennepetal Rainer Bovermann (Hattingen) mit mehr als 93 Prozent der Stimmen und Christel Humme (Witten) mit 87 Prozent. Schatzmeister der EN SPD ist Thomas Stotko (Witten). Die 15 Beisitzer im Vorstand sind Silvia Eilhardt, Ralf Kapschack, Brigitte Kaun, Claudia Krebs (alle Witten), Sabine Kelm-Schmidt, Olaf Schade (beide Hattingen), Daniel Pilz, Nils Roschin (beide Wetter), Horst Hoffmann, Jan Schaberick (beide Herdecke), Dietmar Bierenbreier (Sprockhövel), Peter Gerbothe (Breckerfeld), Detlef Wapenhans (Schwelm), Barbara Lützenbürger (Gevelsberg) und Christian Zink (Ennepetal).

 

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