„Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor“

Veröffentlicht am 02.09.2004 in Veranstaltungen

Beim seinem Besuch des „Forums für Kunst und Kultur“ der SPD Ennepe-Ruhr bezeichnete Bundestagspräsident Wolfgang Thierse Kultur als eins der wichtigsten öffentlichen Güter, das alle zugänglich gemacht werden muss..

Begrüßt wurde der stellvertretende Parteivorsitzende Thierse von der Bürgermeisterkandidatin der Hattinger SPD Dr. Dagmar Goch und dem Hattinger Fraktionsvorsitzenden Achim Paas. Es folgte ein Spaziergang vom Stadtmuseum zur Burg Blankenstein. Dorthin hatte die SPD Enne-pe-Ruhr Künstler, Kulturinitiatoren und Kommunalpolitiker zu einem Gespräch über Grundsätze sozialdemokratischer Kulturpolitik eingeladen.

Es war den Sozialdemokraten vom Kulturdezernenten der Stadt Hattingen Lunemann (CDU) versagt worden, diese Veranstaltung im Stadtmuseum durchzuführen, weil Parteiveranstaltungen im Wahlkampf nicht in städtischen Gebäuden durchgeführt werden dürften. Bundestagspräsident Thierse fehlte dafür das Verständnis: „Ich finde das Kleinkariert. Wahlkampf ist nichts Ehrenführiges. Im Gegenteil: Wahlkampfzeiten sind Hochzeiten der Demokratie“, schrieb er dem hattinger Dezernenten ins Stammbuch.

Dr. Dagmar Goch, die zurzeit noch Kulturdezernentin der Stadt Herne ist, eröffnete die Veranstaltung mit einem Plädoyer für eine mutige kommunale Kulturpolitik auch infinanziell schwie-rigen Zeiten. Sie sagte „Kunst und Kultur machen die Stadt erst zum urbanen Raum, in dem Kommunikation und Gemeinschaftserlebnisse möglich werden.“

Als Vorsitzender des Kulturforums des SPD Parteivorstandes nahm Wolfgang Thierse grundsätzlich zur Bedeutung der Kultur Stellung:
„Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten wird sozialdemokratische Kulturpolitik Reformpolitik sein müssen stets bemüht, dem Experimentellen, Innovativen, Sperrigen und Widerspenstigen zum Durchbruch zu verhelfen, um der Gesellschaft Denkanstöße und Impulse zu bewahren. Sozialdemokratische Kulturpolitik ergeht sich heute nicht in Schwarzweiß-Malerei von Entstaatlichung oder Staatsfixierung, sondern sucht neue Kombinationen staatlicher, gemeinschaftlicher und individueller Leistungen.

Kultur als öffentliches Gut muss möglichst allen Bürgerinnen und . Bürgern offen stehen. „Wandel durch Kultur" und „Kultur durch Wandel" (wie es in der Ruhrgebiets Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt heißt) sind für eine vitale Demokratie eben unverzichtbar. Auch deshalb lohnt sich unser gemeinsames Engagement, dass Kunst und Kultur nicht weiter an den Rand gedrängt wird.“

 

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