Ministerpräsidentin besucht AWO-Werkstatt

Veröffentlicht am 06.05.2014 in Soziales

Ohne die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen wäre es ihm niemals gelungen, sich ein „soziales Umfeld“ zu schaffen. Das erfuhr Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von ihrem Namensvetter Kai Kraft bei ihrem Besuch in der AWO-Werkstatt Stefansbecke.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft staunte über die Fertigkeiten der beschäftigten in der AWO-Werkstatt Stefansbecke. Über die Schulter schauten ihr (von links) AWO-Kreisvorsitzender René Röspel, MdB, Sprockhövels Bürgermeister-Kandidat Klaus Knippschild (SPD), EU-Kandidat Prof. Dietmar Köster, AWO-Geschäftsführer Jochen Winter und Prof. Rainer Bovermann,MdL.

 

Der Rollstuhlfahrer ist Vorsitzender des Werkstattrates, einer Art Betriebsrat in den drei AWO-Werkstätten im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Die nächste Generation der Menschen mit Behinderung soll schon in den Regelschulen solche Kontakte knüpfen können“, sagte die SPD-Landesvorsitzende, „deshalb setzen wir auf die Inklusion.“

Werkstattleiter Martin Schneider machte deutlich, dass die AWO Werkstätten keine „Auffangstation“ seien, sondern wirtschaftlich arbeitende Unternehmen, die hohe Qualität als Zulieferer für viele Weltmarktführer in der Region bieten. Mit Hilfe von Integrationsassistenten vermittle man immer wieder Werkstatt-Beschäftigte in unterschiedlichste Unternehmen.

Ein Weg, den auch Kai Kraft gegangen ist. Ein halbes Jahr hatte er im neuen CAP-Markt in Volmarstein gearbeitet, bevor ihn eine Krankheit zurückgeworfen hat. „Ohne die Möglichkeit, in die Werkstatt zurückzukehren, hätte ich das nie gemacht“, beteuert Kraft, der aber alle Kolleginnen und Kollegen bei dem Wunsch unterstützt, in den „ersten Arbeitsmarkt“ zu gehen.

AWO-Geschäftsführer Jochen Winter wies darauf hin, dass die AWO EN mit verschiedenen Angeboten – etwa dem im vergangenen Jahr in Gevelsberg eröffneten VICUS-Treff – darauf reagiert, dass immer mehr Werkstatt-Beschäftigte das Rentenalter erreichen.

Hannelore Kraft hatte zuvor die Werkstatt besichtigt und sich Zeit für viele Gespräche mit den Beschäftigten genommen. Überrascht zeigte sie sich von den hohen technischen Fähigkeiten der Frauen und Männer. Sie selbst habe erst sehr spät überhaupt Kontakt zu Menschen mit Behinderung gehabt, bekannte die Ministerpräsidentin im anschließenden Gespräch. „Eines unserer größten Ziele“, sagte Martin Schneider, „ist es, dass unsere Beschäftigten immer mehr in die Öffentlichkeit gehen, um in der Bevölkerung die Angst vor Menschen mit Behinderungen zu senken.“

 

Hier erreichen Sie uns.

Geschäftsstelle ->
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag: 
8.00 - 16.00 Uhr

Freitag:
8.00 - 13.30 Uhr

Telefon: 02302 9494014

Virtuelle Sprechstunde

Aktuell

Alle Termine öffnen.

01.12.2017 Geschäftsführender Vorstand

15.12.2017 UB-Vorstand

Alle Termine

Besucher:1829011
Heute:8
Online:2