Sozialdemokraten an Ennepe und Ruhr schauen nach vorne

Veröffentlicht am 28.11.2015 in Unterbezirk

„Unsere Partei-Arbeit neu ausrichten“

Wetter/EN-Kreis. “Was nun?” Vor dieser Frage standen die Mitglieder des SPD-Unterbezirks nach den Landrats- und Bürgermeister-Wahlen im September 2015. Während der von SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützte Olaf Schade souverän zum neuen Landrat gewählt wurde, verlor die SPD bei allen sechs Bürgermeister-Wahlen.

Von einstmals acht sozialdemokratischen Bürgermeistern sind nur noch zwei geblieben. Doch die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus dem EN-Kreis haben nach dieser bitteren Niederlage den Blick sehr schnell nach vorn gerichtet, wie auf dem SPD-Unterbezirksparteitag in der Elbschehalle in Wetter deutlich wurde.

Dort herrschte sichtlich und spürbar Entschlossenheit. Allen voran Hubertus Kramer, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks. In seiner Rede nahm er die Verantwortlichen in den Stadtverbänden zwar stark in die Pflicht: „Die jüngste Kommunalwahl bedeutet die wohl tiefste Zäsur der Parteigeschichte hier an Ennepe und Ruhr.” Und: „Das war kein Betriebsunfall, sondern vielfach absehbar.” Unterlassene Personalentwicklung, fehlende Bündnis-Bildung und eine ebenfalls unterlassene Klärung des Verhältnisses zu parteiunabhängigen Kandidatinnen und Kandidaten seien Gründe für den Wahlausgang. Die Schlappe sei nun aber Auftrag, nach einer ehrlichen Analyse der Ursachen vor Ort zu neuen Ufern aufzubrechen.

“SPD-Bürgermeister gehören akut zu einer vom Aussterben bedrohten Art”, scherzte Dr. Peter-Christian Zinn, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Wetter, in seinem Grußwort. “Ich bitte um unser aller Engagement, damit diese possierlichen Geschöpfe künftig wieder verstärkt in unserem Kreis unterwegs sind.” Seine Analyse: “Die Taktik der im Ennepe-Ruhr-Kreis personell völlig ausgelaugten  CDU ist leider aufgegangen. Die Bündnisse gegen SPD-Kandidaten und die Aufstellung vermeintlich unabhängiger Kandidaten haben besonders gezogen.” Deshalb müsse sich einiges ändern in der SPD: Personalentwicklung oder die Suche nach politischen Partnern seien bevorstehende Herausforderungen vor Ort. Und: „Die SPD muss die Partei sein, die sich um die Menschen kümmert. Wir müssen Probleme lösen, anstatt nur darüber zu reden.”

Dennoch: Das Ergebnis der Landratswahl zeige, welches Potential die SPD im EN-Kreis hat. Sie sei zudem immer noch fast durchgängig stärkste Fraktion in allen Kommunen und stelle alle direkt gewählten Abgeordneten.

 

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