SPD-Bundestagsfraktion weiterhin gegen Studiengebühren

Veröffentlicht am 26.01.2005 in MdB und MdL

Als "bedauerlich, aber nicht überraschend" bezeichnet der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel die Entscheidung den Bundesverfassungsgerichtes, das bundesweite Verbot von Studiengebühren zu kippen. Offenbar zähle die Bildungshoheit der Länder mehr als das Bestreben des Bundestages, für einheitliche Bildungschancen in ganz Deutschland zu sorgen.

Das Urteil sei aber "aus rein formalen" Gründen ergangen und habe sich nicht mit der Frage nach Sinn oder Unsinn von Studiengebühren befasst.

Deshalb sei er sicher, so Röspel, dass ein Erststudium in Nordrhein-Westfalen auch weiterhin gebührenfrei bleibe: "Wir brauchen mehr Studenten, nicht weniger, und wir wollen auch in Zukunft nur das Abiturzeugnis, aber nicht das Portmonee der Eltern als Zugangsvoraussetzung."

Studiengebühren schon ab dem ersten Semester würden viele junge Menschen von einem Studium abhalten, befürchtet Röspel. Nirgendwo in der Welt hingen die Bildungschancen so sehr von der sozialen Herkunft ab wie in Deutschland, hätten die PISA-Studien ergeben. Studiengebühren würden diese Schere noch vergrößern, statt sie zu schließen.

Auch den Vorschlag der NRW-CDU, den Hochschulen selbst die Entscheidung über Gebühren zu überlassen, lehnt Röspel als Mitglied des Bildungsausschusses im Bundestag ab: "Das führt nur zu einem Wettbewerb um die Reichsten, wir brauchen aber einen Wettbewerb um die Besten."

 

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