Steinbrück punktet beim TV-Duell

Veröffentlicht am 06.05.2005 in Wahlen

Im ersten TV-Duell bei RTL und n-tv konnte Ministerpräsident Peer Steinbrück seinen Herausforderer Jürgen Rüttgers klar nach Punkten in die Seile schicken. Eine repräsentative Forsa-Blitzumfrage des Senders n-tv ergab, dass 48% der Zuschauer Peer Steinbrück als Sieger des Duells sehen, für den CDU-Spitzenkandidaten votierten lediglich 28%.

Diese klare Führung resultiert insbesondere aus den deutlicheren und ehrlicheren Aussagen und dem kompetenten Auftreten eines sympathischen Ministerpräsidenten. Gerade beim zentralen CDU-Wahlkampfthema Bildung musste sich Rüttgers geschlagen geben.

Ministerpräsident Steinbrück war deutlich verärgert über die populistische Kampagne der CDU mit alten Zahlen zum Unterrichtsausfall. - Die CDU verschweige, dass diese Zahlen von 2003 seien und lediglich einen Ausfall von 4,5% der tatsächlichen Stunden bedeuten würden. Weiter, so Steinbrück, habe er "den Lehrern eine zusätzliche Stunde Unterricht aufgebrummt" und die Landesregierung über 4.000 Lehrer eingestellt. Jürgen Rüttgers konnte dieser Sachlage nichts entgegensetzen und musste zugeben, dass die CDU Zahlen von 2003 im aktuellen Wahlkampf nutzt. Nicht nur in diesem Punkt merkte man, dass die CDU keine eindeutigen Konzepte verfolgt, auf die Frage Peer Steinbrücks nach konkreten Punkten der CDU konnte Jürgen Rüttgers nichts erwidern.

Dazu auch der Parteienforscher Thorsten Faas auf wdr.de über das TV-Duell:

"Gerade von der Präsentation her war Steinbrück viel angriffslustiger, viel präsenter in der ganzen Diskussion. Körpersprache und Mimik waren viel offener. Er hat öfter gelächelt, während man bei Rüttgers praktisch überhaupt kein Lächeln gesehen hat. Dessen Körpersprache war eher zurückhaltend, er hatte einen teilweise schon fast leeren Blick, während Steinbrück ihn ja doch geradezu fixiert hat, wenn er ihn persönlich angesprochen hat.
(...)

Es ist Steinbrück mehrfach gelungen, Rüttgers in die Enge zu treiben und vor allem seine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen. Man konnte das sehr schön sehen, als es um den Unterrichtsausfall ging. Das ist ja durchaus ein zentraler Punkt in der Kampagne der CDU. Steinbrück hat Rüttgers' Argumentation deutlich angegriffen und untergraben. Wogegen Rüttgers dann auch gar nicht mehr inhaltlich argumentiert hat."

In seinem Schlussstatement fasst Peer Steinbrück noch einmal zusammen: "Es geht um eine Richtungswahl. Wir haben den Strukturwandel erfolgreich durchgeführt. Wir werden die Ganztagsbetreuung ausbauen. Ob wir den Frauen in unserem Land die Möglichkeit geben können, Kinder und Karierre unter einen Hut zu bringen. Wir sind das Energieland Nummer eins. Wir haben gerade ein Investitionsvolumen von 6 Mrd. Euro verabredet. Es geht auch um Bildung: Bildung darf kein Luxus sein - ich werde keine Studiengebühren einführen. Wir wollen verlässliche Abmachungen im Bereich Kündigungsschutz und Tarifautonomie."

Richtig, Peer Steinbrück, es ist eine Richtungswahl und daher müssen alle Wählerinnen und Wähler auch ihre Stimme abgeben, denn sonst gewinnen die Falschen!

Laden Sie
hier das Flugblatt zum TV-Duell

 

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