Unterbezirks-Parteitag setzt neue Schwerpunkte

Veröffentlicht am 18.05.2007 in Unterbezirk

SPD will "Chancen des Alters nutzen"

Für seniorengerechtere Städte und Gemeinden will sich die SPD im Ennepe-Ruhr-Kreis einsetzen. Der Unterbezirks-Parteitag forderte am Samstag unter anderem einen Demografiebeauftragten für die Kreisverwaltung. Zuvor referierte Peter Enste vom Institut für Arbeit und Technik über den Bevölkerungswandel im EN-Kreis.

Ennepe-Ruhr werde bis 2050 mehr als jeden zehnten Einwohner verlieren, rechnete Peter Enste den rund 70 SPD-Delegierten in der Wetteraner Elbschehalle vor. Außerdem nehme die Zahl älterer Menschen deutlich zu, während der Anteil der jüngeren schrumpfe.

Für den Experten ist es dennoch falsch, aus dem Bevölkerungswandel nur Probleme abzuleiten. "Fast 90 Prozent der Menschen über 65 Jahren sind nicht pflegebedürftig. Für diese wachsende Gruppe braucht es mehr Möglichkeiten, sich am Leben zu beteiligen", meinte Enste.

"Wir müssen die Chancen des Alters nutzen, statt Horrorszenarien heraufzubeschwören", meinte auch Unterbezirksvorsitzender Dietmar Köster. "Wir wollen als SPD mit den Stadtverbänden Initiativen starten, um den demografischen Wandel positiv zu gestalten." Der SPD-Parteitag forderte die Stelle eines Demografiebeauftragten im EN-Kreis, die gemeinsam mit Verbänden und Senioren ein Leitbild über die Zukunft des Alters entwickelt. Darüber hinaus müsse es in allen Städten Seniorenvertretungen geben, die kommunalpolitisch mitwirken dürfen.

Ein weiteres Thema des Parteitages war die Familienpolitik: Die EN-SPD setzt sich künftig ein für einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für alle Kinder ab zwei Jahren. Diskutiert wurde auch zur SPD-Programmdebatte: Das Papier solle die Forderung nach einer deutlichen Verkürzung der Arbeitszeit beinhalten, so die Genossen des EN-Kreises. Ein Parteiprogramm müsse über die aktuelle Tagespolitik hinauszugehen, hieß es. Perspektivisch fordern die Delegierten die 30-Stunden-Woche.

 

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