Wichtig wie Strom und Wasser:

Veröffentlicht am 21.06.2015 in Veranstaltungen

Schnelles Internet für alle im Ennepe-Ruhr-Kreis

Schnelles Internet ist im 21. Jahrhundert eine Grundversorgung. Es muss flächendeckend so selbstverständlich werden wie die Versorgung mit Strom, Gas, Telefon und Wasser. Das betonte Olaf Schade, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion im Ennepe-Ruhr-Kreis und Kandidat zur Landratswahl im September.

Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung diskutierte Schade mit Experten und Gästen das Thema Breitbandausbau in den ländlichen Gebieten im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Highspeed für alle“ lautet die klare Forderung, also schnelles Internet nicht nur in den Ballungszentren, sondern auch auf dem Land. Das Ziel sei, bis 2020 in allen Gewerbegebieten 100 Mbits zu garantieren, in Wohngebieten 50 Mbits, hieß es im Frauenheim in Wetter-Esborn. Die Einrichtung mit jeweils mehr als einhundert Bewohnern und Mitarbeitern muss bislang wegen ihrer ländlichen Lage auf schnelles Internet verzichten. Diese Unterversorgung soll ein Ende haben.

Die flächendeckende Versorgung im Ennepe-Ruhr Kreis mit Breitbandinternet sei eine öffentliche Aufgabe, um deren Umsetzung der Kreis sich kümmern soll, erklärte Olaf Schade. Frank Hasenberg, Bürgermeister von Wetter, unterstützte die Koordinierung des Breitbandausbaus auf der Kreisebene. Gerade beim Breitbandausbau sei die regionale Bündelung sinnvoll, um in Kontakt mit den Anbietern gute Ergebnisse erzielen zu können.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis verfügt seit dem 1. Mai 2015 über den ersten Breitbandbeauftragten im Ruhrgebiet. Das sagte Jürgen Köder, Geschäftsführer der EN-Agentur, der auf den einstimmigen Beschluss zum Breitbandausbau verwies. Bei der Umsetzung komme es jetzt darauf an zu entscheiden, wie ein Anschluss der weißen Flecken in den ländlichen Gebieten des Kreises wie Esborn zügig organisiert werden könne.

Rainer Schmeltzer, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion begrüßte die gemeinsame Initiative im Kreis. Auch das Land NRW werde in Ergänzung zum Bund den flächendeckenden Ausbau des Breitbands unterstützen. Er warb unter Hinweis auf eine aktuelle Studie der NRW-Bank für den Einsatz der zukunftsfähigen Glasfaser, um auch auf mittlere Sicht auf der Höhe der technischen Entwicklung zu sein. Dies wurde mit fachkundigen Statements aus dem Publikum unterstützt. Es gehe um den Ausbau einer zukunftsfähigen Infrastruktur, die sich über einen längeren Zeitpunkt bewähren müsse.

„Hauptsache ohne Verzögerung“, sagte dazu ein Vater dreier Jugendlicher aus dem benachbarten Ortsteil Albringhausen. Für die junge Generation sei schnelles Internet eine entscheidendes Stück Lebensqualität. Ob junge Leute wie seine Töchter dauerhaft in den ländlichen Gegenden leben blieben, hänge davon ab, ob der Internetausbau gelinge.

Schnelles Internet, das zeigte die lebhafte Diskussion in Wetter, ist ein entscheidender Standortfaktor. Landwirte und Handwerksbetriebe sind auf eine zuverlässige Versorgung ebenso angewiesen wie Studenten und Großunternehmen. „Highspeed für alle“ - flächendeckend und zukunftsfähig mit Glasfaser - soll im Ennepe-Ruhr-Kreis schon bald Wirklichkeit werden.

 

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